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Beleuchtung:

Zur Beleuchtung ist zu sagen, dass sie schön hell sein und UV-A/UV-B bieten sollte.
Leider wird in Zoogeschäften oftmals zu unzureichender und teurer Beleuchtung geraten.
Geeignet und beliebt sind die sogenannten T5-Doppelbalken für die Simulation des Tageslichts. Diese haben eine hohe Lichtausbeute und haben ein natürliches Lichtverhältis gegenüber normalen Leuchtstoffröhren.
Was auch ginge sind sogenannte Lumine Spirallampen, ab 6500 Kelvin Lichtfarbe oder HQI-Strahler.
Für die Simulation der Sonne kann man normale Wäremspots aus dem Baumarkt, besser noch Hallogenreflektorlampen nehmen (<- diese sind bei niedriger Wattzahl heißer in der Wärmeabgabe).
Kommen wir zur UV-Versorgung. Es gibt in jedem Zoofachgeschäft die ReptiGlo 10.0. Diese darf gerne neben einem Sonnenplatz hängen (Abstand zum Tier sollte nicht größer als 30 cm sein, sonst verliert sie ihre Wirkung) und ist zur Dauerbestrahlung gut geeignet. (Mind. 1x jährlich auswechseln, da die UVB-Abgabe rapide sinkt!)
Allerdings reicht diese nicht aus um eine auszureichende UVB-Versorgung hinzubekommen. Hier kommt die Osram Vitalux ins Spiel.. Mit dieser sollte man bei Jungtieren täglich 15-30 Minuten (Achtung! Mindestabstand von 80cm einhalten, da schnelle Verbrennungsgefahr!) und bei adulten Tieren alle 2 Tage 15-30 Minuten bestrahlen.
Wenn die Höhe des Terrariums einen Einbau nicht zulässt (Beispiel Höhe 80cm) kann man diese schräg oben in der Ecke anbringen und die Bartagame in der anderen Ecke bestrahlen oder man bestrahlt per Hand von außen in das Terrarium hinein (Scheibe sollte währenddessen geöffnet sein, da sonst keine Wirkung ;-) ).
Welche Lampe für die UV-Versorgung auch zu empfehlen ist, ist die Bright Sun UV Desert + Vorschaltgerät (50 oder 70Watt Variante). Diese leuchtet den ganzen Tag durch, gibt optimal UVB ab und kann zusätzlich noch als Sonnenplatz genutzt werden. Hier ist die zusätzliche Nutzung der Osram Vitalux nicht mehr zwingend notwendig, wenn die Desert den ganzen Tag mitleuchtet.

Beleuchtungsdauer: ca. 11-12 Stunden täglich + tägliche UV-Bestrahlung
Winterzeit Beleuchtungsdauer: 6-8 Stunden täglich und Temperatursenkung auf 15-20 °C (+/-1°C). Zwischenzeitlich darf das Licht auch mal komplett ausgelassen werden.


Temperatur:

Da Bartagamen sogesehen Steppen-/ Wüstentiere sind, brauchen sie auch das entsprechend warme Klima, welches aber in verschiedenen Temperaturgraden unterteilt werden muss.

Durchschnittstemperatur: 29-32°C
kühlste Stelle: 23-28°C
wärmste Stelle (unter dem Wärmespot): 47 - max. 55 °C
Temperatur Nachts: ~19°C

Diese werden ausschließlich durch die Beleuchtung erreicht (siehe oben).
Auf Heizmatten und Heizsteine sollte gänzlich verzichtet werden. Die Matten erzeugen eine unnatürliche Wärme von unten. Wenn die Bartagame gräbt, sollte sie es kühler und nicht heißer vorfinden - ist in der Natur nicht anders.
Heizsteine wiederrum neigen zur Überhitzung wovon Bartagamen gefährliche Verbrennungen erleiden können.
Nachts sollte das Licht komplett aus sein, sogenannte Mondscheinlampen sind überflüssig und stören nur beim Schlafen. Diese sind für Nachtaktive Tiere geeignet, die man beobachten möchte - was will man schon bei einem schlafenden Bartagamen beobachten... ;-)
Auch sollte auf Infrarotlampen komplett verzichtet werden! Diese geben indirekte Hitze bis unter die unteren Hautschichten ab und können so schwere Verbrennungen hervorrufen und enorm hohe Temperaturen erreichen!


Luftfeuchtigkeit:

Die Luftfeuchtigkeit sollte Tagsüber bei ~30-40% und Nachts bei ~50-60% liegen. Mit Wasser im Terrarium herumsprühen ist sinnlos - in der Wüste kommt auch niemand mit einer Sprühflasche an und spritzt den ganzen Boden ab.. ;-) Sollte zu wenig Luftfeuchte herrschen, stellt einfach die Wasserschale in Wärmespotnähe damit das Wasser besser verdunstet - genauso umgekehrt wenn mal zuviel Luftfeuchte ist.
Wenn mal zuwenig Luftfeuchtigkeit vorhanden ist und sich auch bei Lageveränderung der Wasserschale nichts ändert, bitte mmer erst daran denken das auch mal das Hygrometer kaputt sein kann und dieses zuerst austauschen. Dies ist ganz oft der Fall bei zu niedrigen Luftfeuchtigkeitsanzeigen. Auch ist eine gute Belüftung und die dazugehöroge Luftzirkulation ausschlaggebend für die Luftfeuchtigkeit.


Abschließend ist hier allgemein zu sagen, dass man mit der Beleuchtung, Temperatur und der Luftfeuchtigkeit je nach Terrariumgröße herumprobieren sollte, bevor man das Terrarium bewohnt.
Es sollte ruhig eine Woche probelaufen um sicher zu sein, dass alles an den oben genannten Dingen stimmt, damit es der Bartagame gut geht und ggf. Umbaustress bei der Beleuchtung erspart bleibt. :-)