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Ernährung

Wenn es eines gibt was Bartagamen lieber mögen als das Sonnen, dann ist es das Fressen.
Es gibt viele Möglichkeiten Bartagamen zufrieden zu stellen und ihnen abwechslungsreiche Mahlzeiten zu bieten. Jungtiere brauchen im Gegensatz zu adulten Tieren täglich Lebendfutter, da sie rasch wachsen. Adulte Tiere sollten mehr pflanzliche als Lebendnahrung zu sich nehmen. Das heißt aber nicht, dass Jungtiere keine pflanzliche Nahrung bekommen sollten - im Gegensatz! Auch hier sollte täglich frisches und abwechsungsreiches Grünfutter zur Verfügung stehen.

Lebendfutter

Dieses bekommt man heute in fast jedem Tiergeschäft angeboten. Von Heimchen, über verschiedene Grillen- und Heuschreckenarten bis hin zu Schaben ist alles reichlich vorhanden.
Die Futtertiere sollen zunächst mit Grillentrockenfutter oder Obst/Gemüse angefüttert werden, da diese über die lange Zeit in den Futterkästen kaum mehr Nährstoffe in sich tragen. Auch Wasser in Gelform sollte man anbieten.
Ein Jungtier verträgt am Tag gut 4-6 (je nach Größe - jedoch nie größer als das Maul der Bartagame breit ist!) Futtertiere. Bei adulten Tieren reicht es wenn man 2 - 3 mal wöchentlich 3-4 Futtertiere verfüttert (Angaben immer pro Bartagame).
Von Mehlwürmern, Zophobas und Regenwürmern sollte man die Finger lassen. Würmer sind viel zu fetthaltig und schaden einer Bartagame mehr als sie gut tun würden. Hier kann es bis hin zur Verfettung der Leber und letzendlich zum Organversagen kommen. Außerdem können Mehlwürmer und Zophobas mit ihren Kauwerkzeugen innere Verletzungen im Magen der Bartagame hervorrufen.
Man kann solche Futtertiere zwischendurch mal verfüttern, aber bitte nur als "Schokolade" einmal im Monat und nachdem der Kopf des Futtertieres abgetrennt oder zerquetscht wurde damit er einen Schaden mehr anrichten kann.
Sonstige Futtertiere wie z.B. Babymäuse sollten umgangen werden. Auch diese sind viel zu fetthaltig und sollten wenn überhaupt nur einer weiblichen Bartagame einmalig nach der Eiablage gegeben werden. Dies ist aber kein Muss und kann hervorragend durch Gabe von beispielsweise Wachsmottenlarven ersetzt werden!

pflanzliche Nahrung

Bei der Gemüseauswahl kann man auf vielerlei Sorten zurückgreifen. Hier mal ein paar Beispiele die verfüttert werden dürfen:
Löwenzahnblätter und Blüten (ohne Stengel, die milchige Flüssigkeit ist giftig!)
Brennessel
Petersilie
Ruccola
Kresse
Karotten
Feldsalat (selten, kaum bis keine Nährstoffe)
Gurke (siehe Feldsalat)
Endivie
Gänseblümchen
Stiefmütterchen
Kamille
Klee
ungiftige Wildkräuter
Hibiskusblätter und Blüten
Paprika
Vogelmiere
Katzengras
Papaya
Ringelblumen
Zuccini
Golliwoog
und vieles mehr...

Obst sollte man nicht zu oft verfüttern, das ist nicht sonderlich gesund für Bartagamen. Mehr wie einmal die Woche ein bisschen Obst sollte vermieden werden:
Apfel
Banane
Pflaume
Himbeere
Blaubeere
Erdbeere
Weintrauben
Birne
usw...


Auf Kohlsorten aller Art sollte jedoch verzichtet werden. Ebenso auf Citrusfrüchte, diese sind quasi Gift für Bartagamen!
Auch Pilze, Brot, Fleisch, Gras, Spinat, Kartoffeln sollten nicht gegeben werden.


Vitaminpräperate und Calcium

Zusätzlich zu den oben genannten Fütterungsmöglichkeiten sollte bei jeder 2. Lebendfuttergabe Vitamine in Pulverform gegeben werden. Hier eignet sich hervorragen Korvimin welches von Tierärzten empfohlen wird und auch dort zu bekommen ist. Es gibt allerdings auch andere gute Vitaminpräperate im Handel zu erwerben, wie z.B. Nekton MSA Mineral + Vit D3, Herpetal Mineral + Vit D3, Hobby Reptix Mineral uvm.
Die Futtertiere einfach darin eintauchen und der Bartagame anbieten.
Des Weitern sollte Calcium in Form von Sepiaschale frei verfügbar sein. Die Sepiaschale einfach zerkleinern/raspeln und in ein kleines extra Schälchen ins Terrarium stellen. die Bartagame nimmt sich von alleine was sie braucht.
Calcium ist für den Knochenbau und das Wachstum einer Bartagame sehr wichtig. Ohne diesen erweichen und verkrümmen/deformieren sich die Knochen (Rachitis). Dies ist eine irreperable Krankheit die früher oder Später zu enormen Beschwerden und zum frühzeitigen Tode führt. Gerne dürft Ihr nach diesem Wort mal Googlen und Euch Bilder rachitischer Tiere ansehen.


Damit diese Mineralien und Vitamine auch verstoffwechselt und in den Knochen eingelagert werden können, ist hier die UVB Versorgung ein ganz wichtiger Bestandteil, denn ohne diesen werden die Vitamine unverwertet wieder ausgeschieden! Empfohlende Lampen sind unter Beleuchtung zu finden. Beachtet aber bitte, dass ein Überschuss an Vitaminen genauso schädlich sein kann wie ein Vitaminmangel!

Auch sehr gerne genommen werden Blütenpollen, diese sollten wie Sepiaschale ständig zur Verfügung stehen: